Sara Steinhardt
Für Frankfurt.

Für Frankfurt.

Als Lehrerin und zweifache Mutter sind die Bildungs- und Sozialpolitik natürlich meine Steckenpferde. Des Weiteren liegen mir eine durchdachte Digitalisierung, die Förderung von Frauen, eine ausgewogene Verkehrspolitik und eine behutsame Stadtentwicklung am Herzen.


Bildung

Kurz gefasst setze ich mich ein für mehr Schulplätze, bessere Schulwahlregeln und ein vielfältiges Schulangebot – damit Frankfurter Kinder auch künftig verlässlich nach ihren Begabungen und Neigungen lernen können. Dazu gehört die Errichtung neuer Gymnasien genauso wie die Schaffung und Pflege von Haupt- und Realschulen oder verbundenen Systemen. Die Berufsschulen müssen dringend saniert und dem Stand der Technik angepasst werden, damit die duale Ausbildung weiterhin attraktiv bleibt. Auch Förderschulen sollen weiterhin ihren Platz in Frankfurt haben! Nicht ­jedes­ Kind­ mit­ Förderbedarf­ ist­ an  einer­ Regelschule­ gut­ aufgehoben,­ weswegen­ geschützte­ Räume­ und­ kleine­ Klassen­ an­ Förderschulen­ weiterhin­ benötigt­ werden.

Frankfurt braucht dringend ausreichende Schulplätze, was nur durch Neubau und Aufstockung bestehender Schulen möglich ist. Ich setze mich dafür ­ein,­ dass­ zukünftige Schulen­ als­ Stadtteilzentren­ gebaut­ werden,­ das­ heißt mit­ Sozialarbeit,­ Jugendhäusern,­ Sportangeboten­ und­ Vereinen­ vernetzt­ werden.­ Durch­ die­ Möglichkeit­ einer­ modularen­ Bauweise­ mit­ separaten­ Eingängen­ und/oder­ Gebäuden­ wird­ so­ auch­ eine­ Nutzung­ durch­ den­ Stadtteil­ am­ Abend­ und­ am­ Wochenende­ möglich.

Bei Schulneubauten und Schulsanierungen muss­ neben­ Mensen­ und­ Toiletten­ ein­ besonderer­ Schwerpunkt­ auf­ die­ Schulausstattung­ (WLAN,­ PCs,­ Beamer,­ Smartboards,­ Tablets­ und/oder­ Laptops)­ gelegt­ werden. Gerade Corona hat uns gezeigt, dass an unseren Schulen ein erheblicher Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung besteht. WLAN ­und­ eine­ ausreichende­ Glasfaserverbindung­ müssen­ an­ allen­ Frankfurter­ Schulen eine Selbstverständlichkeit sein!

Ich stehe für eine­ „flexible­ Ganztagsschule“­ mit­ ausdrücklich­ freiwilligen­ Angeboten­ in­ Kooperation­ mit­ freien­ Trägern,­ wie­ zum­ Beispiel­ Sportvereinen,­ jedoch­ keine­ Rhythmisierung­ des­ gesamten­ Tages.­ Wer sein Kind früher aus der Schule holen und am Nachmittag betreuen kann und will, soll dies auch dürfen. Wer eine Betreuung am Nachmittag braucht, soll diese erhalten. Daher­ soll­ die­ Mehrheit­ der­ Schulen­ als­ offene­ Ganztagsschule­ verlässliche­ und­  pädagogisch­ hochwertige­ Angebote machen,­ für­ berufstätige­ Eltern­ idealerweise­ bis­ 17.30 ­Uhr.­ Parallel­ dazu­ soll­ die­ bewährte­ Struktur­ der­ Horte­ für­ Grundschüler erhalten­ und­ weiter­ ausgebaut­ werden,­ damit­ Eltern­ aus­ einem­ Angebot­ von­ verschiedenen­ Betreuungsformen und -orten in vielfältiger Trägerschaft wählen können.

 

Als Leiterin des Fachausschusses Bildung der CDU Frankfurt habe ich das Kapitel "Bildung" im Kommunalwahlprogramm der CDU Frankfurt als Hauptverantwortliche verfasst. Schauen Sie gerne rein, um alle Positionen der CDU zu finden. Das Programm finden Sie hier.



Soziales

= Familien, Jugend, Frauen und Senioren

Als­ Fundament­ jeder­ funktionierenden­ Gesellschaft­ gilt­ seit­ jeher­ die­ Familie. Deswegen möchte ich vor allem Kinder,­ Jugendliche­ und­ Familien­ stärken und diesen die Möglichkeit geben, ihren­ Alltag­ nach­ ihren­ individuellen­ Vorstellungen­ zu­ gestalten.­ Neben­ dem­ Ausbau­ der­ Ganztagsschulangebote­ haben­ dafür­ auch­ außerschulische­ Betreuungsangebote,­ wie­ zum­ Beispiel­ in­ Horten­ und Tagesfamilien, einen festen Platz. Außerdem verdient häusliche Familien-, Pflege- und Erziehungsarbeit deutlich stärkere Anerkennung.

Dabei liegt mir die Betreuung von Grundschulkindern besonders am Herzen. Viele Eltern müssen nach dem Eintritt in die Schule mit Schrecken feststellen, dass die gute Betreuung bis in den Nachmittag, welche für Klein- und Kindergartenkinder stadtweit fast flächendeckend gegeben ist, für Schulkinder nicht verfügbar ist. Gleichzeitig zum „Pakt für den Nachmittag“ müssen Hort-Plätze geschützt und aufgestockt werden, damit Eltern Wahlfreiheit haben. Vor allem muss frühzeitig für Eltern, die einen Hortplatz wünschen, klar sein, ob und ab wann sie diesen bekommen. Hier herrscht oft Unklarheit bis zum Schuleintritt, was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf massiv stört. Dies gilt auch für die Benachrichtigung zu einem Betreuungsplatz in Krippe oder Kindergarten über das Portal „Kindernet“, welches dringend überarbeitet und verbessert werden muss. Eltern­ müssen besser­ als­ bisher­ über­ freie­ Plätze,­ Belegungskapazität­ und­ voraussichtlich­ frei werdende Plätze in den von ihnen vorgemerkten Einrichtungen informiert werden. Auch­ Absagen­ durch­ die­  Einrichtungen­ sollen­ verschickt­ werden­ können und Eltern­ müssen­ spätestens­ ­13­ Wochen­ vor­ dem­ gewünschten­ Beginn­ der­ Betreuung­ informiert­ werden,­ ob­ diese­ gewährleistet­ werden­ kann.

Ein großes Problem für unsere Kindertagesstätten ist der Fachkräftemangel. Ich möchte mich deshalb­ für­ Programme­ zur­ Fachkräftegewinnung­ ein­setzen und­ unterstütze die­ Gründung­ einer­ weiteren­ Ausbildungsstätte­ für­ Erzieher­ in­ Frankfurt­.­ Damit­ die neu ausgebildeten Fachkräfte auch in Frankfurt bleiben können, braucht es einen geförderten Zugang zu bezahlbarem Wohnraum. Gleichzeitig muss die Kindertagespflege ausgebaut werden. Sie bietet eine Alternative zur institutionellen Kitabetreuung und lässt Kinder in einem ­überschaubaren­ und­ familiären­ Umfeld­ aufwachsen.­ Diese­ Form­ der­   Tagesbetreuung­ stärkt­ gleichzeitig­ die­ Wahlfreiheit­ für­ Eltern.

Mir liegt die Förderung­ freier­ Kinder-­ und­ Jugendarbeit­ am Herzen, weswegen dies ausgeweitet­ ­werden und auskömmlich finanziert werden muss.­ Kinder-­ und­ Jugendhäuser­ sowie­ Sport-­ und­ Bewegungsmöglichkeiten­ für­ Jugendliche­ (zum­ Beispiel­ Parcours,­ Skateparks,­ Calisthenics-Anlagen)­ müssen­ erhalten­ und­ ausgebaut­ werden.­ Neben ­den­ Kinder-­ und­ Jugendhäusern­ soll­ es­ auch­ Angebote­ speziell­ nur­ für­ Mädchen geben – entweder einzelne „Mädchentage“ in den genannten Einrichtungen oder langfristig auch ­eigene ­Mädchenhäuser.

Das­ erfolgreiche­ Konzept­ der Kinder- und Familienzentren gilt es, weiter auszubauen und weiterzuentwickeln, etwa durch eine Sozialberatung­ vor­ Ort­ oder­ durch­ zusätzliche­ Sportangebote­ für­ die­ Kleinsten.­ Niedrigschwellige­ Treffpunkte­ für­ Familien,­ wie­ z.B. Familien-Info-Cafés,­ sollen­ flächendeckend­ angeboten­ werden.­ Sie­ ermöglichen­ wichtige­ Kontakte­ im­ Stadtteil,­ regen­ zur­ Bildung­ von­ selbstorganisierten­ Nachbarschaftsnetzwerken­ an,­ bieten­ Beratung­ und­ Bildungsangebote­ und­ haben­ eine­ wichtige­­ Lotsenfunktion.

Kinder und Jugendliche müssen sich ernstgenommen fühlen. Die­ Beteiligung­ von­ Kindern und­ Jugendlichen­ an­ der­ Stadtpolitik­ und­ der­ gesellschaftlichen­ Entwicklung­ ist für mich unerlässlich. Deshalb unterstütze ich die­ Einrichtung­ von­ Jugendforen­ und­ anderen­ sozialräumlichen­ und­ projektbezogenen­ Beteiligungsformen.­ In der kommenden Wahlperiode muss das geplante Vorhaben­ eines­ Frankfurter­ Jugendparlaments umgesetzt werden.

Ich wünsche mir, dass sich alle Frankfurterinnen und­ Frankfurter­ in­ ihren­ Stadtteilen­ wohl und­ zu­ Hause­ fühlen­ und­ sich­ am­ gesellschaftlichen­ Leben­ beteiligen­ können.­ Dies gilt für Kinder und Jugendliche, aber auch vor allem für Seniorinnen und Senioren. Deshalb unterstütze ich die­ Fortführung­ des­  Quartiersmanagements­ in­ den­ bisher betreuten­ Quartieren und­ eine­ verbindliche­ Einbeziehung­ der­ Bürgerinnen­ und­ Bürger­ in­ die­ weitere­ Entwicklung­ ihres­ Stadtteils. ­Ältere Mitbürgerinnen­ und­ Mitbürger sollen so­ lange­ wie­ möglich­ in­ ihrer­ gewohnten ­Umgebung­ bleiben können; wenn sie dies wünschen soll aber auch ein unkomplizierterer Wohnungstausch­, z.B. mit jungen Familien, möglich sein. Auch sollen kreative­ Wohnkonzepte­ und­ Wohnformen,­ wie­ zum­ Beispiel­ Mehrgenerationenhäuser, ­gefördert werden.

Ich möchte mich für­ einen­ Ausbau­ der­ Frauenhäuser­ einsetzen.­ Frankfurt­ braucht­ einen­ bedarfsgerechten­ Ausbau­ und­ die­ adäquate­ finanzielle­ Absicherung­ der­ Arbeit­ von­ Frauenhäusern­ sowie­ entsprechende­ ambulante­ Hilfs-­ und­ Betreuungsmaßnahmen.­ Die­ Infrastruktur­ der­ Hilfe­ für­ gewaltbetroffene Frauen muss besser werden, denn immer mehr Frauen sind Opfer von Gewalt. Auch Frauen,­ die­ länger­ als­ sechs­ Monate­ in­ Frauenhäusern­ Schutz­ suchen,­ müssen­ dort­ wohnen­ können,­ ohne­ dass­ ihre­ Adresse­ bekannt­ wird.­ Um­ die­ Anonymität­ des­ Schutzortes­ zu­ wahren,­ muss­ die­ Meldepflicht­ so­ ausgestaltet­ werden,­ dass­ dabei­ eine­ Lokalisierung­ über­ die­ Adresse­ der­ Schutzsuchenden­ nicht möglich wird.


Als Vorsitzende der Frauen Union Frankfurt und Mitglied im Fachausschuss Soziales, habe ich an den entsprechenden Kapiteln im Kommunalwahlprogramm der CDU Frankfurt mitgewirkt. Wenn Sie noch mehr Einzelheiten zu diesem Thema lesen wollen, klicken Sie hier.